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Besetzung der Hradišan-Zimbalmusik Charakteristik einzelner Musik- und Tanzprojekte Technische Bedingungen für den Auftritt
Über Hradišan Im
Zentrum Europas
liegt ein kleiner Staat – die Tschechische Republik. Ihr westlicher
Teil wird als Böhmen, und der östliche Teil als Mähren und Schlesien
bezeichnet. Im Südosten Mährens – etwa 30 km von der Grenze zur
Slowakischen Republik – liegt die Stadt Uherské Hradištì (Ungarisch Hradisch). Seit
Jahren wirkt hier ein einzigartiger Musikkörper – die Zimbalmusik Hradišan,
die sich von der traditionellen Volkskunst inspirieren lässt. Die
Zimbalmusik Hradišan gehört
zu den ältesten und bekanntesten mährischen Zimbalkapellen. Zusammen
mit dem gleichnamigen Tanzensemble entstand sie 1950 in Uherské Hradištì.
Seitdem haben mehrere Generationen von Musikern, Sängern
und Tänzern in dem Ensemble gewirkt, das lange Jähre
von Jaroslav Václav
Stanìk geleitet wurde.
Dieser veränderte - durch seine schöpferischen Versuche - die damalige
Auffassung der Folklorepräsentation von der freien Vorführung der
Musik- und Tanzstücke zu mehr durcharbeiteten Kompositionen, die sich
an den Maßstäben künstlerischer Arbeit messen konnten. Seit
1978 leitet Jiøí Pavlica die Hradišan–Musik
als Primas und künstlerischer Leiter die Musikgruppe Hradišan, der die schöpferische
Arbeit mit der Folklore noch weiter vertiefte. Unter seiner Leitung hat
sich das Ensemble allmählich gewandelt. Die Dramaturgie schöpft nicht
nur aus dem regionalen Umfeld, sondern sie nimmt die Volkskunst in
ihrem breiteren geographischen und historischen Kontext wahr. Auch die
Ansprüche an die Musikinterpretation aller
Ensemblemitglieder sind gestiegen. Neben der eigenständigen Musikschöpfung
entstanden auch thematisch orientierte Musik- und Tanzprojekte (War eine
Schlacht bei Austerlitz, Mährische Räuberlieder, …). Allmählich
setzten sich öriginäre Schöpfungen Originalschöpfungen und Kompositionen durch, die in
den letzten Musik- und Tanzprojekten absolut überwiegen (Über die
Sonnenwende, Über den Menschen, …) und bei denen Jiøí Pavlica mit
der Choreographin und Leiterin des Tanzensembles Ladislava
Košíková
zusammenarbeitete. Darin zeigt sich am markantesten das Überschreiten
der traditionellen
Folkloreauffassung zu einer freieren szenischen
Gestaltung. Die Folklore wird zu einer
Inspirationsquelle, wobei ihre philosophische Substanz
erhalten bleibt. Art und Weise
ihrer Arbeit, ihre Dramaturgie sowie ihr künstlerisches
Niveau macht die Gruppe Hradišan in ihrer Art einzigartig als künstlerischen Musikkörper
nicht nur in der Region, aus der sie stammt. Das Musikensemble wirkt häufig an Fernsehsendungen mit, und
tritt bei Festivals
der traditionellen, Alternativ- bzw. ernster Musik im In- und Ausland
auf,
wo Hradišan auch zahlreiche
Auszeichnungen erhielt. Häufig ist auch die Zusammenarbeit mit
Rundfunk und Film. Die Zimbalmusik Hradišan
nahm über zwanzig eigene Tonträger auf,
an vielen anderen beteiligte sie sich als Gast. Die vollständige
Auflistung von Tonträgern einschl. kurzer Proben einiger Lieder im mp3-Format
sind im Abschnitt Diskographie
zu finden. Der wichtigste Aufgabenbereich besteht jedoch in der Konzerttätigkeit,
die jährlich etwa 150 Auftritte umfasst und die den Besuchern die
Freude an der Musik vermitteln soll. Wir hoffen, dass uns dies auch
gelingt.
(Hradistan, Dramaturgie, Besetzung, Musik–und Tanzprojekte, Technische Bedingungen)
Dramaturgie Während seines über 50-jährigen Bestehens durchlief das Musikensemble verschiedene Etappen der Entwicklung. Zur Zeit verfolgt Hradišan folgende Programmlinien und neue dramaturgische Wege, die sowohl als eigenständiges Konzert der Zimbalgruppe, als auch als Auftritt des ganzen Ensembles einschliesslich Tänzerinnen und Tänzer angeboten werden können. · Regionallinie - Darstellung von Traditionen aus diversen Regionen Mährens (Dolòácko, Horòácko, Kopanice, Luhaèovské Zálesí, Podluží und andere) · Historische Linie - Ein Nachvollzug der Veränderungen in der Volkskunst im Laufe der Jahrhunderte, ausgehend von Fiktionen aus der anbrechenden Zeit des Slawentums über die Volkskultur des Mittelalters sowie die erhalten gebliebene mündliche Überlieferung aus den Sammlungen von Fr. Sušil und Fr. Bartoš bis zum Spiegelbild der Volkskunst in den Werken von Leoš Janáèek und Bohuslav Martinù, die mit eigenen schöpferischen Leistungen von Protagonisten des Hradišan-Musikensembles als Autoren ergänzt werden (z.B. Großmährischer Choral, Lieder aus den Zeiten der Napoleonischen Kriege, Lieder aus dem Kantional von J. A. Komenius, Tänze aus Velehrad aus der Sammlung von Christian Hirschmentzel aus dem 17. Jahrhundert u.a.). · Verwischen der Grenzen zwischen Musikgenres - Crossover - Das Verwischen der Grenzen zwischen der Volksmusik und der E-Musik (CD „Friede mit euch“ mit dem Janáèek- Kammerorchester Ostrau, CD „Mährische Weihnachtslieder“ und „Singen über die Liebe“ mit dem Sängerchor Bambini di Praga). Ferner die Einbeziehung von Persönlichkeiten der Folk-Szene (CD „Hradišan + AG Flek“ mit Vlasta Redl, „Weihnachtskonzert“ mit Spirituál kvintet) und Verflechtungen mit anderen Musikkulturen (CD „Morgendämmerung“ mit japanischem Multiinstrumentalisten Yas-Kaz, „Kap der Guten Hoffnung“ mit dem Afrikaner Dizu Plaatjies). Begegnungen von Persönlichkeiten aus verschiedenen Musikbereichen bringt die CD-Serie „Begegnungen“ aus den Fernsehsendungen des ÈT-Studios in Ostrau. · Thematische Linie - Musikalisch-tänzerische themabezogene Kompositionen, die sich am Reichtum der Folklore inspirieren und durch die neuen Musik- und Tanzelemente bereichert sind. (S. Programmangebot, CD „Mährische Räuberlieder“, „War eine Schlacht bei Austerlitz “, CD mit Texten von Jan Skácel und mit Volkspoesie „Über die Sonnenwend“, u.a.).
Besetzung der Hradišan - Zimbalmusik
Gelegentlich werden in der Zimbalmusik auch einige weniger bekannte Instrumente gespielt, wie z.B. Tromba marina, Drehleier, Maultrommel, Krummhorn, „ochlebky“ (aus einem Holzstück gefertigte Geige), kleines Zimbal, Okarina, „fujara“ (große slowakische Hirtenpfeife), kleine Schlaginstrumente, u.a.
(Hradistan, Dramaturgie, Besetzung, Musik–und Tanzprojekte, Technische Bedingungen)
Kurze Charakteristik einzelner Musik - und Tanzprojekte Die nachfolgenden Projekte können ebenfalls frei kombiniert werden, um eine womöglich bunte Mosaik zusammenzusetzen. Die Bilddokumentation findet man in den Fotoaufnahmen · Über die Sonnenwende … was einst gewesen ist und irgendwann wieder kommt … Eine Musik- und Tanzfolge aufbauend auf Motiven der Dichtungen von Jan Skácel sowie den Texten der Volkspoesie. Ihre Grundlage spiegelt den Kreislauf des Jahres und des Menschenlebens wider. Die Darbietung erinnert an viele Prinzipien, die von unseren Vorfahren verstanden und in Ehren gehalten wurden, und die auch für den heutigen Menschen gültig und notwendig sind. Musik: Jiøí Pavlica, Choreografie: Ladislava Košíková, Texte: Jan Skácel und Volkspoesie Programmdauer: 90 min, Mitwirkende: 14 Tänzer, 7 Musiker, 1 Sängerin Technische Anforderungen: Bühne von mind. 6x8 m, Beleuchtung mit Dämmerungsmöglichkeit, 15 Mikrophone mit Galgenständern, Anschlussleitung für Keyboards und entstörte Stromzuleitung 220 V bis auf die Bühne, 4-6 Abhörlautsprecher
· Über den Menschen (und seine Tugenden und Lastern) Nachsinnen über das Menschengeschlecht. Eine Darbietung über Weisheit, Vergeblichkeit, Raffgier, Schwelgerei, Liebe und Hoffnung. Musik:
Jiøí Pavlica, Texte: Das Hohe Lied Salomos und seine Sprüche, mittelalterliche Scholarenpoesie, literarische Folklore,
Choreografie: Ladislava Košíková Programmdauer
: 45 min, Mitwirkende: 14 Tänzer, 7 Musiker, 1 Sängerin Technische Anforderungen: Bühne von mind. 6x8 m, Beleuchtung mit Dämmerungsmöglichkeit, 15 Mikrophone mit Galgenständern, Anschlussleitung für Keyboards und entstörte Stromzuleitung 220 V bis auf die Bühne, 4-6 Abhörlautsprecher ·
Aus der
Stille der Zeit Eine Darbietung, die ihre Inspiration in der fernen Geschichte der Region um Uherské Hradištì sucht. Es ertönen der Großmährische Choral mit einem Text aus dem 9. Jahrhundert, Tanzvariationen über die anbrechende Zeit des Slawentums, Tänze aus Velehrad sowie Lieder und Tänze des Stadtvolkes aus Hradištì u.a. Musik:
Jiøí Pavlica, Choreografie: Ladislava Košíková, Mitwirkende
: 16 Tänzer, 6 Musiker, 1 Sängerin, Technische Anforderungen: Bühne von mind. 6x8 m, Beleuchtung mit Dämmerungsmöglichkeit, 15 Mikrophone mit Galgenständern, Anschlussleitung für Keyboards und entstörte Stromzuleitung 220 V bis auf die Bühne, 4-6 Abhörlautsprecher · Verborgene Geheimnisse – Bilder nach Motiven der Heiligen aus dem Volkskalender Mittels einer Reihe von Heiligen wenden wir uns an die Ordnung der Natur und des Menschenlebens. Wir bitten zum Hl. Georg, Hl. Fr. Xaverius, Hl. Antonius, Hl. Rochus, Hl. Johann … und suchen nach einer Lösung des Konfliktes zwischen dem Menschen und der Welt. Musik:
Jiøí Pavlica, Texte: Michal Stránský und Volkspoesie, Choreografie: Ladislava Košíková, Mitwirkende: 12 Tänzer, 7 Musiker, 1 Sängerin, Programmdauer: 45 min (bei
Bedarf auch kürzer) Technische Anforderungen:
Bühne von mind. 6x8 m, Beleuchtung mit Dämmerungsmöglichkeit, 15
Mikrophone mit Galgenständern, Anschlussleitung für Keyboards und
entstörte Stromzuleitung 220 V bis auf die Bühne, 4-6 Abhörlautsprecher
· Über die Liebe Die Musik- und Tanzinterpretation der mährischen Volksliebeslieder sagt aus über die Liebe – lustige und traurige, in Erfüllung gegangene und vergebliche, fröhliche und tragische. Musikbearbeitung: Jiøí Pavlica, Choreografie: Ladislava Košíková Mitwirkende:
12 – 16 Tänzer, 7 Musiker, 1 Sängerin Technische Anforderungen: Bühne von mind. 6x8 m, Beleuchtung mit Dämmerungsmöglichkeit, 15 Mikrophone mit Galgenständern, Anschlussleitung für Keyboards und entstörte Stromzuleitung 220 V bis auf die Bühne, 4-6 Abhörlautsprecher
(Hradistan, Dramaturgie, Besetzung, Musik–und Tanzprojekte, Technische Bedingungen)
Technische Bedingungen für den Auftritt
(Hradistan, Dramaturgie, Besetzung, Musik–und Tanzprojekte, Technische Bedingungen)
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